Donnerstag, 17. Januar 2013

Umzug der Betreung der Hortkinder ins Wette-Center


Sehr geehrter Herr Walter,

ich danke Ihnen, dass Sie mein Email Herrn Rohfleisch weitergeleitet haben.

Sehr geehrter Herr Rohfleisch,
Ihnen danke ich für das ausführliche Email. Hiermit werde ich probieren das Thema den Sie von Ihrer Perspektive geschildert haben, von meiner Position aus Ihnen nahe zu bringen.

Als aller erstes bitte ich Sie in voraus, wegen all meine grammatikalischen Fehler, die ich sicherlich haben werde, da Deutsch nicht meine Muttersprache ist, um Verzeihung. Doch ich werde mein bestes tun, um meine Gedanken Ihnen Nahe zu bringen. Werde dabei diplomatische- oder taktische Art der Sprache mir nicht bedienen, was mir sowieso fern liegt.

Nachdem ich von Ihnen ein Email bekommen habe, habe ich andere Eltern dessen Kinder in Hort betreut werden kontaktiert. Einer der auffälligsten Einstellungen der Eltern war, dass sie sich in einer Zwickmühle empfinden. Sie sagen, dass immer wieder wenn Sie mit dieser Thema Politische Instanzen kontaktierten, ist es Ihnen Nahe gelegt worden, dass der Stadt nicht die Verantwortung hat, Grundschulkinder eine Betreuung anzubieten. Sie könnten sogar die Horte ohne weiteres schliessen. Manche empfanden diese Reaktion von der politischen Seite als eine Drohung, da sie diese Dienst der Stadt ausgeliefert sind. Da ja keine andere Betreuungsmöglichkeit für die Schulkinder in der Stadt Kornwestheim gibt. Ob es empfindliche Natur der Einen oder Anderen ist, oder nichtausgesprochene Artikulation seitens der Politiker, werde ich von meiner Position aus nicht beurteilen können. Ist vielleicht auch weniger wichtig. Tatsache ist, es gibt keine andere Betreuungsmöglichkeiten in einer Stadt wie Kornwestheim, die in eine unmittelbare Nähe von der Landeshauptstadt Stuttgart lokalisiert ist.
Und da wir nicht in einem Entwicklungsland leben, sondern in Deutschland, und noch dazu in einer der reichsten Bundesländern, gehe ich davon aus, dass die paar Grundschulkinder die wir haben wohl eine entfaltungsreiche Betreuung erleben dürfen, und das dies für Stadt Kornwestheim nicht als Last gesehen wird, nur weil der Stadt Kornwestheim U3-Plätze als 'Pflicht' zur Verfügung stellen muss. Ich würde sagen, dass dieser Pflicht eine Verantwortung jener Politik ihrer Bürger gegenüber ist, wie aber auch die Betreuung der Schulkinder, die im Idealfall von sich aus getragen wird, ohne dass es von Gesetzgebung der Staat oder Land als Pflicht geordnet ist.

Der Staat ist für den Menschen und nicht die Menschen für den Staat.“
                                                                                                   Albert Einstein
Ich würde in diesen Fall Politik sagen, als Staat.


Lieber Herr Rohfleisch,
als ich von der Entscheidung dass der Hort in einem Einkaufszentrum umziehen soll, wo billig Läden und sogar Glücksspiel Casino lokalisiert ist, war ich sehr empört. Ich zweifelte bisschen an meiner klare Meinung, als ich mitbekommen habe, dass auch die Fraktionsmitglieder der Grünen diese Konzeption unterstützen. Eltern die ihre Kinder von Fernsehen betreuen lassen, Städte die ihre Kinder in Einkaufszentren unterbringen wollen, haben für mich das gleiche Geschmack, nur in unterschiedlichen Dimensionen. Nachdem ich mit Freunden und Kollegen diese Thema diskutiert habe, die das Thema genauso kritisch betrachteten wie ich, allerdings es übertrieben karikierten, in dem sie Witze über Kornwestheim machten, so dass wenn Manche Kinder kaufen wollen, sicherlich nach Kornwestheim gehen werden, habe ich mich entschlossen, Professionelle zu kontaktieren, die über Kindesentwicklung ein Sagen haben. Prominenten in ganzen Deutschland, dessen Meinung ich dringend nötig empfand.

Vielleicht kennen Sie Herr Jesper Juul. Antwort Mathias Voelchert, Mitarbeiter von Herr Juul, der Gründer und Leiter von Familylab, dessen Sitzt in München ist, ist folgendes:

„ … Tja, was ist zu tun? Zum einen muss man die Not, Unfähigkeit und Ignoranz der Entscheider sehen, die einen Kinderhort im Einkaufszentrum sich überhaupt vorstellen können. Meine Position ist eindeutig: So wie Sie schreiben ist das kein Platz für Kinder. Was ist zu tun? Ich würde mein Kind nicht dort hin tun und eine Alternative suchen. … “

Die Reaktion von Herr Manfred Spitzer, der Neurobiologe, ein Wissenschaftler, was Kindesentwicklung betrifft nicht auf die leichte Schulter nimmt, ist nicht viel anders als Herr Voelchert, allerdings noch härter formuliert.

Ich habe unterschiedliche Zeitschriften kontaktiert wie Eltern, Neo und Luftballoon, um ihre Meinungen dazu zu erfahren, und überhaupt ob ähnliche Fälle in ganzen Deutschland gibt. Auch Susanne Gaschke von DIE ZEIT, dessen Buch 'Die Verkaufte Kindheit' neu ins Markt gekommen ist. Paar Architektur Professoren, die ihre Aussage von einer objektiven Perspektive treffen können, d ienicht in dieses Projekt finanziell interessiert sind, und Professoren für Pädagogik, die sicherlich die Entwicklung der Kinder am objektivsten beurteilen können, die in Großraum Stuttgart zu Hause sind, werde ich persönlich treffen, und nach ihre Meinung fragen. Das entscheidende für mich war, dass ich mit der mulmigen Gefühl für so eine Konzeption gar nicht falsch liege.
Viele die ich kontaktierte, empfohlen mir, wie auch die Soziologin Sophia Dolata, von der Familien Forschung Baden-Württemberg, andere Eltern zu kontaktieren um zusammen die Stimme in Politik hören zu lassen:
Ich würde Ihnen raten, sich Unterstützer/innen zu suchen, die ebenfalls von dieser Problematik betroffen sind. Fragen Sie doch einmal im Hort oder in der Schule nach, ob andere Eltern gleiches Problem haben? Wenn das der Fall ist, dann haben Sie eine größe Möglichkeit gehört zu werden.“
Cordula Lasner-Tietze von Deutscher Kinderschutzbund Bundesverband e.V.:
Da die Einrichtung für Kinder von der Stadt betrieben wird, wäre es besonders wichtig, dass Ihre Bedenken und Kritikpunkte in der Stadtverordneten Sitzung gehört werden. Als Bürgerin haben sie das Recht und die Möglichkeit, dort gehört zu werden und ihr Anliegen vorzustellen. Wir bitten Sie, sich an die Abgeordneten zu wenden und das Problem vorzustellen.“

Ich hatte zwar mitbekommen, dass eine Unzufriedenheit unter den Eltern, was diese Thema betrifft, da ist. Doch schriftliche Meinung der Eltern mit eine Umfragebogen zusammen zu bringen fand ich nötig. Außer von den Eltern eines Kindes haben sich alle, aber alle Eltern gegen der Umzug in das Wette-Center ausgesprochen und unterschrieben.

Wissen Sie mit was ich dann ein Problem hatte? Mir ist von den Elternsprechern gesagt worden, dass die Unzufriedenheit der Eltern und die Gründe dafür schon von Anfang an klar und deutlich den Politikern nahe gebracht worden ist. Doch dass die Entscheidungsträger die Zweifeln der Eltern nicht eingegangen sind. Mir ist auch ein Zeitungsartikel vorgelegt worden, wo die Oberbürgermeisterin Frau Keck meint, dass die meisten Eltern die Chancen der Umzug in Wette-Center sehen. Ich finde diese Situation wegen zwei Gründen sehr heikel. Erstens finde ich, dass die Politiker die Fühler offen halten sollten was ihre Bürger bewegt, oder stört. Noch dazu, in einem Fall wie diese, wo alle Eltern geschlossen dagegen sind, dürfte man die Stimme nicht überhören, und seine eigene Überzeugungen in Frage stellen können. Um eventuell damit auch Probleme die auf einem zukommt, besser zu erkennen.

Das zweite ist aber, dass eine Oberbürgermeisterin mit so einer Pressebericht, eventuell Fälschung der Fakten unternimmt. Da ja kaum Eltern gibt, die diese Umzug willkommen heißen. Warum auch immer? Und wissen überhaupt die Ravensburger dass die Eltern zu größten Teil Probleme mit diese Konzeption haben?

Herr Rohfleisch, es mag sein, dass es nur 40 Kinder sind, deren Eltern Probleme mit einem Unternehmen der Stadt haben. Doch diese Eltern sind Stellvertretend für all die anderen Eltern, dessen Kinder nach hinein in diese Einrichtung betreut werden sollen.
Und ihre Stimme ist genau das an was sie sich orientieren könnten. Es mag sein, dass Sie oder andere Entscheidungsträger keine Kinder habt, oder ihre Kinder inzwischen älter sind, oder sie sind einfach nicht von dieser Problematik nicht betroffen. Doch wenn nicht die Eltern, wer soll die optimale Bedingungen für ihre Kinder erkennen. Und wem soll man sonst zu hören, wenn man den Kindern eine gesunde Betreuung ermöglichen will. Der Bibel spricht von Nächstenliebe, und genau das ist es von was die Rede ist, denn man kann zwar nicht immer die Vorteile der Nächsten erkennen und achten, aber wenn man zu mindestens in einer respektvollen Haltung hin hören würde, könnte man es verstehen. Und genau das könnte für die Politiker sehr entscheidend sein um manche Probleme nicht zu produzieren.

Vielleicht kennen Sie den Deutschen Maler und Architekt Hugo Kükelhaus. Seine Bücher und Werke sind ein Muss für die Architekturstudentin die vor allem Gebäude für Kinder und Jugendliche entwerfen. Er machte mit seinem Buch Unmenschliche Architektur, die in Gaia Verlag veröffentlicht wurde, die Architekten auf zwei Schulgebäuden aufmerksam, eins in Harlem/ New York, und eins in Neu-Isenburg, Kreis Offenbach. Und seit dem sind die beiden Schulen als Bespiele für Menschenungemäße Architektur in Literatur. Und sicherlich hatten die Entscheidungsträger das damals nicht geahnt, dass genau ihr Stadt als die Orte für unmenschliche Architektur stehen, und in jeder Architektur Fakultät gelehrt werden wird.
Ich weis nicht ob sie es sich vorstellen können, dass eine Soziologische Studie, wie in welchen Städten in Deutschland die Kinder in Einkaufszentren betreut werden, in Beziehung zu der Sozioökonomische Verteilung der Bürger, ohne weiteres Kornwestheim ins Visier nehmen durfte. Ich stelle mir gerade die Frage, ob man die Stimmen von den Eltern nicht hat hören können, da sie zu eine soziale Schicht gehören, dessen Stimme nicht gehört werden muss. Könnte man so eine Konzeption, trotz die unruhigen Stimmen der Eltern, auch in Killesberg/ Stuttgart durch ziehen wollen?

60 Kinder sollen täglich circa 5 Stunden betreut werden. 5 Lebensstunden. Das macht 300 Lebensstunden am Tag. Und dies 5 Tage der Woche. 1500 Lebensstunden/ Woche. 6000 Lebensstuden/ Monat. Und dies auf wie viel Quadratmeter? Und wie viel Garten? Jetzt bitte ich Sie, Frau Oberbürgermeisterin und andere Entscheidungsträger, das Sie die Lebensstunden die für Ihnen zu Verfügung stehenden Räumen zu kalkulieren. Bitte berücksichtigen Sie ihren Garten mit. (Denn Bewegung im Freien ist eine der wichtigsten Bedürfnissen der Kinder den sie für ihre frei Entwicklung brauchen.) Sie werden eine immense Ungleichgewicht erkennen zwischen das was sie sich selbst gönnen, und sie aber Kinder ihrer Stadt anbieten. Spätestens dann sollte man an 'Nächstenliebe' denken, auch wenn die Kinder nicht ihre eigene sind, und spätestens dann sollten Sie den Slogan „Wir wollen nicht ins Schliessfach!“ nachvollziehen können.

Ravensburger Spieleland. Das ist vielleicht das positivste an dieser Geschichte. Ich fand immer wieder gut was diese Firma ins Markt gebracht hat. Doch genau so wie ich mein Kind nicht von Fernsehen betreuen lassen mag, obwohl ich vielleicht Sesamstraße mag, so ungern würde ich mein Kind von Ravensburger betreuen lassen wollen. Denn so sehr Ravensburger auch ein Pädagogischen Ansatz haben soll, ihr Natur gemäß geht es auch bei den Ravensburger um Konsum. Und nicht um zusammen Gartenarbeit zu machen, Pflanzen ziehen, Fangen spielen, oder Schneeballschlacht machen. Kann ich mich irgendwie verständlich machen?

Das die Kinder, ein privat Garten das an das Gebäude angeschlossenes ist, haben ist das A und O. An das Gebäude angeschlossen, da der Tagesablauf in einem Hort diese verlangt. Denn das Essen wird in mehreren Gruppen gegessen, bei den Hausaufgaben sind die Kinder unterschiedlich schnell, was bedeutet, dass manche Kinder im Garten
spielen und betreut werden können während manche noch im Haus sein müssen.
Kindergarten heißt ja auch nicht umsonst Kindergarten.

Verbringen Sie doch einfach ein Tag im Hort. Oder nehmen Sie sich eine Woche Zeit und betreuen Sie ein Woche lang Kinder ehrenamtlich. Dann werden Sie es nachvollziehen können.

Das es ein privat Garten ist, ist das zweite entscheidende Punkt. Ein Stadtpark ist ein Stadtpark. Es ist ein Park die offen ist zu all seinen Bürgern. Und das ist auch richtig so. Alle dürfen sich in einem öffentlichen Park aufhalten. Doch nicht alle sollten den Kindern so nahe ran kommen können. Wenn man bisschen über Pädophilie recherchiert und Statistiken, wissenschaftliche Forschungen liest, merkt man ziemlich schnell, dass man nicht so naiv mit solchen Themen umgehen darf.

Die Straße von den Sie sprechen, die die Kinder mit Hilfe von Ampeln, um für sie zugestellten Freiraum in Stadtpark zu erlangen, überqueren sollen, ist 'die' Hauptstraße von Kornwestheim vor B27. Jetzt ist es sicherlich nicht so befahren wie damals, doch auch in googlemap, werden sie ziemlich deutlich erkennen können, dass diese Straße eine der Hauptstraßen ist. Ist Kornwestheim ein Dorf oder ein Stadt?

Dass die Kinder jetzt schon sowieso diese Straße überqueren bedeutet dann für mich, dass man mit Wissenschaftler für Kindesentwicklung kontaktieren sollten, um heraus zu finden ab welcher Alter diese Strecke angemessen ist. Und nicht umgekehrt, auf eventuelle 'Fehler' die gerade existieren beruhend die Entscheidungen zu legitimieren. Wenn Sie wollen kann ich auch diese Recherche nachgehen. Dann können wir uns überlegen, wie wir den Schulweg der Kinder von und zu Horte sicherer gestalten. Denn meines Wissens nach ist der Verkehrswahrnehmung der Kinder bis zu vollendeten 8 Jahren nicht verkehrstüchtig. Dass heißt, das die Kinder in den ersten zwei Schulklassen auf hoher Risiko im Verkehr sich bewegen.

Herr Rohfleisch,
ich kam mit sehr viel Kritik. Doch meine Interesse ist nicht diese als Kritik in Raum zu lassen. Das wäre viel zu schade um die Zeit und Aufmerksamkeit die Seitens viele Menschen da reingebracht worden ist. Als aller erstes sollten die Ravensburger davon erfahren, wie die Eltern zu diese Konzeption stehen. Wen Sie das nicht machen wollten, könnten wir Eltern das machen.
Dann sollten die Eltern, die Politiker, Sachkundige und Experten, aber gerne auch die Ravensburger, mit Hilfe von einer Konfliktberater zusammengebracht werden, wo die Parteien in der gleicher Augenhöhe sich begegnen können.
Was da raus kommen wird, kann ich nicht ahnen. Allerdings ohne diese Begegnung, befürchte ich, werden sie das Gebäude dieser Projekt auf faule Fundamente aufbauen.

Es gibt paar Vorschläge von den Eltern: Ausbau der Kapazitäten von Grundschulen und Kernzeitbetreuung, Lösungen die auch Vorbereitung für Umsetzung der Ganztagsschulen wirken können, die diese auch beschleunigen dürfen, andere Gebäuden wahrnehmen, etc.
Sicher ist das einiges mehr rauszuholen.

Ich meine dass auch andere Möglichkeiten zu finden sind, vielleicht auch in Kooperation mit dem Land Baden-Württemberg. Hauptsache die Eltern und die Politiker haben die gleiche Interesse: Wohl und freie Entwicklung unsere Kinder. Es geht allerdings ein Gerücht herum: Diese Umzug soll dafür dienen, um Gelder die gemeinnützige Projekte zu Verfügung stehen, für Überzeugung dass Ravensburger Spielewelt nach Kornwestheim kommt, dient. Horte sollen ins Wette-Center, trotz alle Wiederstände, da die Gemeinnützige Gelder in Wette-Center/Ravensburger Spielewelt Gelder braucht.
Dass der Ablauf, trotz die besondere Interesse der Eltern und Elternbeirat un-transparent gehalten wird, unterstütz leider dieses Gerücht. Die Details des Projektes soll erst dann öffentlich gemacht werden, so bald der Zug schon abgelaufen ist, das ist die Befürchtung. Gerücht oder nicht, letztendlich ist eine Dialogproblem oder aber auch ein Interessenkonflickt zwischen Entscheidungsinstanzen und ihre Bürger.



Mit freundlichen Grüßen

NINEL ÇAM